Bücher

Der Anbeginn

Roman, 2020, Limbus, ISBN 978-3-99039-184-6


Ein Leben beginnt, eines endet – so lautet ein uraltes, geheimnisvolles Gesetz. Wird ein Kind geboren, stirbt seine Großmutter und wird vom Fährmann geholt. Ein Mädchen wächst heran in einer archaischen Dorfgesellschaft zwischen feinsinnigen Künstlereltern und der toten Großmutter, der Bäckerin Svenja, den Tanten Ida und Ada, durchlebt Initiationsriten, entdeckt seine Talente und deren Gefahren und ist sich immer bewusst: Ein Kind bedeutet den Tod der Mutter … So schließt sich der Kreis.
In dieser Welt existieren die scharfen Grenzen zwischen Realität und Fantasie nicht, verschwinden die Toten nicht ganz, entwickeln Pflanzen, Pilze und Steine ein märchenhaftes Eigenleben, sind Insekten, Spinnen, Waldtiere eng mit den Menschen verbunden, gibt es Kommunikation auf magischen Wegen.
Katharina J. Ferner taucht tief in eine zauberhafte Welt voller Abgründe und zeichnet in plastischer, sinnlicher Sprache Schicksale einer abgeschiedenen Dorfgemeinschaft inmitten wilder Natur – düster, magisch, erdig.


Pressestimmen

„Die Qualität des Buchs liegt zweifelsohne im starken Willen zu erzählen: flott und leichtfüßig erschafft die Autorin ein Labyrinth aus Handlungssträngen, Figuren und mysteriösen Traditionen. Grenzen zwischen Tieren und Menschen, Toten und Lebenden sowie Realem und Imaginiertem verschwimmen zunehmend. Mit "Der Anbeginn" erschafft Katharina J. Ferner eine phantastische Welt, wie man sie in der gegenwärtigen Literatur nur selten findet, und spielt dabei couragiert mit den Erwartungen ihrer LeserInnen.“
Ursula Ebel, Literaturhaus Wien

„Ihr Erzählen zieht einen sofort in Bann und hinein in diese abgeschiedene und abgeschlossene Dorfwelt mit ihren Akteuren, ihrem festgefügten Alltag und ihren Regeln. Ein wundersamer Märchenton liegt über diesem Erzählen, aber kein künstlich archaisierender, sondern einer, für den H. C. Artmann Pate gestanden haben könnte.“
Cornelius Hell, Ö1 Ex Libris



nur einmal fliegenpilz zum frühstück

Gedichte, Limbus, 2019, ISBN 978-3-99039-143-3


Alle Sinne sind gefordert bei der Lektüre dieser Gedichte: Pilze und Beeren werden gegessen, es riecht nach Rauch, der Mensch nach Schweiß, es knistert, rauscht, zirpt, Brennnesseln traktieren die Haut, Gräser streicheln, Farben schillern, schimmern, brillieren – kann allmählich kein grün mehr sehen. Trotz all der Natur schreibt Katharina Ferner nicht unbedingt Naturlyrik; hinter und zwischen all den Bäumen, Vögeln und Insekten lauert das Zwischenmenschliche, die Zärtlichkeit, die Grausamkeit.

Überraschende Perspektiven und Kontraste ergeben sich dadurch, dass jeder Text quasi in zwei Sprachen vorliegt, von zwei Seiten her erzählt wird: einmal in fein ziselierter Hochsprache, und einmal in ostösterreichischer Mundart. Es darf gestaunt, gelacht, geschluckt, auch gerätselt werden.


Pressestimmen

„Was wie vertraute Naturlyrik aussieht, entpuppt sich schon auf den zweiten Blick als thematisch viel weiter aufgefächert, denn dieser Gedichtband ist ein lyrisches Kaleidoskop über die Welt als Ganzes. Nicht zuletzt handeln die Gedichte von den Widersprüchen zwischen der Natursphäre und den Menschen, die zwar in der Natur leben, aber ihr zugleich fremd gegenüberstehen.“
Nikolaus Scholz, Ö1 Nachtbilder


„In ihren stärksten Momenten summen diese Gedichte auf eindrückliche Art Atmosphären herbei, die die Haut mit Wohligkeit, Schrecken und Erwartung überziehen und wie ein ganzer Kosmos ans Ohr dringen.“
Timo Brandt, Signaturen


Eingelesen von Stefan Wancura und Katharina J. Ferner

Wie Anatolij Petrowitsch Moskau den Rücken kehrte und beinahe eine Revolution auslöste

Verlag Wortreich, 2015, ISBN 978-3-9503991-6-5


Wenn Anatolij Petrowitsch gewusst hätte, welche Schwierigkeiten ihm ein kleiner Urlaub beschert, wäre er wohl einfach in Moskau geblieben. So bringt ihn ein fälschlicherweise als Dienstreise ausgewiesener Auslandsaufenthalt ins Visier der russischen Ermittler. Aber da ist ja auch noch Tatjana, die in Ungnade geratene ukrainische Journalistin, die sein Leben nachhaltig verändert, seine Tochter, die einen Nichtsnutz ehelichen will, und Michail, der auch ganz andere Probleme hat. Ein Schulterklopfen von Präsident Putin hilft da nicht viel. Anatolij Petrowitsch, der am liebsten seine Ruhe hätte, sieht sich plötzlich zwischen den Fronten, wird vom Geheimdienst verfolgt, und ist gezwungen, seine eigene Position zwischen Nationalstolz und Regimekritik neu zu definieren.


Pressestimmen

„Ferner ist es gelungen, einen unkonventionellen Roman über die konfliktreiche Beziehung Russland / Ukraine zu schreiben, ohne Polemik, aber mit viel Humor, ohne Fingerzeig, aber mit liebevollen Details, informativ ohne zu belehren, politisch hochaktuell ohne plakativ zu sein und sprachlich souverän und eben enorm witzig.“Aus der Ankündigung zum Prosafestival Innsbruck 2021.


Homeage

Das Projekt Homeage wurde 2020 zu Beginn des zweiten Lockdowns in Österreich von der Poetin Katharina J. Ferner und dem Fotografen Mark Daniel Prohaska gestartet.
Der Titel Homeage ist eine Verknüpfung der Worte Hommage und Home. Einerseits ist das Projekt tatsächlich eine Hommage an die Texte verschiedener literarische Persönlichkeiten, denen eine Straße gewidmet wurde. Andererseits steckt darin auch das Wort home, was als Verweis auf unseren Wohnort Salzburg ist, in dem das Projekt zum ersten Mal durchgeführt wurde.

Die Serie umfasst 20 Straßennamen, die mit Texten zeitgenössischer Autor*innen belesen wurden. Gefördert wurde das Projekt vom Land Salzburg.

Calamity Jane

Manche kennen die Calamity Jane vermutlich aus Westernkontext. Ich lieh mir ihren Namen 2016 für die Schaffung einer Bühnenfigur. Ihre Wurzeln nahm Calamity Jane in Burlesque. Mittlerweile ist ihre Perfomance nicht mehr eindeutig einem Genre zuzuordnen. Tanz, Akrobatik und Literatur fließen oftmals zusammen. Kooperationen mit anderen Künstler*innen sind keine Seltenheit. Und eine neue Lesereihe steht in den Startlöchern



Foto: Calamity Jane Blue, Erste Begegnung mit Yves Noir, 2017


FOTO_Burlesquería Calamity Janes Reading Act, Burlesquería, Wien
(Credit: Rene Wallentin)

Österreichische Band Dritte Hand, 2019

Performance im Musikvideo glizzah

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